29 Mrz

Hochbeet fürs Zuhause – Bio ohne Lieferwege!

In einer urbanen Studentenwohnanlage bleibt oft nur wenig platz fürs Grüne, das muss sich ändern !

Die Aufgabe:

Hochbeet mit folgenden Eigenschaften:

  • mobil trotz massiver Ausführung
  • Gehrungsschnitt
  • Boden zur Gewichtsreduzierung
  • Abflusssystem
  • kubistischer Grundkörper, angepasster Farbstil

 

Unten findet ihr eine Einkaufsliste fürs Nachbauen 😉

Die Idee

In der vorgestellten Ausführen handelt es sich schon um die sparsame Variante: Winkel werden durch Querstreben ersetzt, Innenleben wird aus Fichte hergestellt (nur eingeschränkt zu empfehlen).

Für eine effizientere Bewirtschaftung wird ein Boden eingebaut.
Aufgebaut, wie ein Lattenrost, bildet er die Auflagefläche für die Teichfolie.

Mit dem Multischicht Modell bleibt die Erde feucht, nährstoffreich und modert nicht. Dazu aber hier mehr. Nicht benötigtes Regenwasser läuft entweder in den Regenwassertank oder ins Abwasser.

Für eine kleine Terrasse oder einen großen Balkon: 1400*600 sind die perfekten Maße. Und falls ihr mal ne Party macht, kann mans einfach beiseite schieben.

 

Schritt für Schritt: Die Umsetzung

„Man nehme einen schönen Samstag Nachmittag.“

1. Zuschneiden der Dielen

Um den Gehrungsschnitt zu erzeugen benötigen wir eine Kappsäge mit Einstellwinkel. 8 der 45Grad Gehrungen schaffen unseren Quader.
Bleibt beim schneiden mit der Kappsäge sehr präzise, beim zusammensetzten können bereits kleinste Ungenauigkeiten den smooothen Look beeinflussen.

Die Terassendielen (145*23*3000):

4 mal (horizontal):
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↑                      1350                       ↑               ↑                  1350                            ↑

2 mal (horizontal):
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↑ 650 ↑                ↑ 500 ↑              ↑ 500 ↑               ↑ 500

 

1 mal (vertikal):
Für die obere Abdeckung wird zunächst mit einer Handkreissäge eine Diele längs in zwei identische Stücke geteilt. Danach wird hier der Gehrungsschnitt mit vertikalem 45Grad Winkel durchgeführt:

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↑                      1350                       ↑               ↑                  1350                            ↑
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↑                      1350                       ↑               ↑                  1350                            ↑

 

Die Pfosten (40*60*2000):

2 mal:
██████ ██████ ██████
↑        580            ↑          580           ↑         580           ↑

Die Querstreben für den Lattenrost (40*60*2000):

1 mal:
███████ ███████ ███████
↑(innere breite)  ↑(innere breite)  ↑(innere breite)  

Die Längsstreben für den Lattenrost (20*40*3000):

mindestens 2 mal:
████████████ ████████████
↑            (innere länge)                ↑               (innere länge)              

 

2. Befestigen der Verschalung

Jetzt geht es ans zusammenschrauben: Zunächst befestige ich 2 Pfosten an den inneren Enden der 4 aufgereihten langen Dielenbrettern, bohre zunächst mit einem 5er Bohrer vor und schraube dann diese zunächst nur mit der hälfte der Schrauben an. Den Vorgang wiederhole ich für die andere Seite.
Danach stelle ich die zwei Wandhälften auf, lege die kurzen Dielen für die Befestigung dazwischen. Auch die kurzen Dielen werden mit zunächst zwei Schrauben je Diele befestigt.

Jetzt kommt der Knifflige Part:
Für das feinjustierten der Dielen kommt der zweite Satz an Schrauben ins Spiel: Diese werden nun -nach dem Vorbohren- mit leichtem seitlichen Druck verschraubt, sodass die Kanten miteinander abschließen.

Nun noch die Bretter für die obere Abdeckung symmetrisch anschrauben.

 

„Der Quader steht, jetzt gehts ans innere:“

3. Stabilisierung und Ausbau im Innenraum

 

Die inneren Querstreben werden mit einem Höhenabnahme von min. 1% befestigt. Durch die Schräge kann das überschüssige Wasser später besser ablaufen, es bildet sich kein Brackwasser am Boden.
Diese werden doppelt verschraubt, da die gesamte Biomaße auf die Streben ihr Gewicht setzt.
Beachte bei der Wahl der Höhe, dass auf die Querstreben zusätzlich:
Latten (20mm), Teichfolie (1mm), Rasensteine (35mm), Rindenmulch (ca. 100mm) kommt, bevor die Pflanzenerde (ca. 300mm) kommt.
Zuletzt noch die Latten auf den Streben befestigen.

4. Konstruktion des Abflusses

 

5. Grundieren und Lasieren

Zunächst streichen wir das Hochbeet mit der Grundierung innen und außen 2 mal. (Zieht bei Sonne in ca. 30min ein)
Danach Lasieren wir die True außen mindestens 2 mal. (Die Farbe benötigt mehr Zeit zum trocknen, da schon die Grundierung eingezogen ist)
(Eine Lasur lässt das Holz trotz der Schutzschicht atmen und platzt nicht wie ein Lack ab)


6. Auskleidung mit der Teichfolie

 

„Jetzt ist Sonne von Vorteil !“

Falls es draußen schon warm ist, legt die Teichfolie in die Sonne. Durch die Wärme lässt sich das Plastik besser verformen.
Aus dem vorherigen Beispiel entnehme ich die Gesamttiefe von 456mm (ca. 600mm) ab Oberkante:
(2*600mm + 1350mm)   x    (2*600mm + 650mm)    =     2,55m   x   1,85m

Die Teichfolie wird mittels eines Serviettenschlages an jeder Ecke eingeschlagen, erst zum Schluss den Überhang abschneiden und anschließend tackern.
Durch zuschneiden und kleben entständen unnötige Posten und potenzielle Lecks.

 

Einkaufsliste fürs Nachbauen:

  • Holzbaustoffe (ca. 80€)
    • Terassendielen Douglasie (145*23*3000)
    • Pfosten (60*40*3000) (40*20*3000)
  • Edelstahlschrauben und Tackernadeln (ca. Stück)
  • Teichfolie (0.5mm)
  • Stückchen Gartenschlauch
  • ein paar alte Rasenplatten o.ä.
  • Feuchtraumverteilerdose
  • Rollen oder Füßchen (mindestens verzinkt)
  • Grundierung  (klar) und Dünnschichtlasur (schiefergrau)

 

 

Anschließender Artikel:

Zum Gießen zu faul:  Automatisierung fürs Hochbeet

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